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US-amerikanischer Rocksänger und Gitarrist; stilprägender Interpret des Rock 'n' Roll, mit dem die Entwicklung der Rockmusik begann, der aber auch gefühlvolle Balladen sang. Der mittellosen amerikanischen Arbeiterklasse entstammend, arbeitete Presley perspektivlos als Lastwagenfahrer, als er im “Memphis Sun Records Studio” von Sam Philipps unter dem Vorwand anläßlich des Geburtstags seiner Mutter eine Platte aufnehmen zu lassen, vorsang. Philipps erkannte sein Talent, als Presley That’s allright Mama, sich selber auf der Gitarre begleitend, vortrug. Nachdem der Song am 5.7.1954 aufgenommen und im Radio gespielt worden war, begann Presleys einzigartige Karriere als Country- & Western-Sänger. Seine größten Erfolge als Rocksänger (und Filmstar) hatte er zwischen 1956 und 1958, sowie nach einem eindrucksvollen Comeback 1969 (In the Ghetto, Don't Cry Daddy). Weniger bekannt ist, das Presley oftmals Gospels sang. Presley, der mit seiner weichen, vibrationsreichen Stimme und einer sinnlich-lasziven Manier als Idol der Teenagergeneration seiner Zeit über große Suggestion verfügte, gehörte zu den kommerziell erfolgreichsten amerikanischen Show- und Plattenstars (über eine Milliarde Platten wurden verkauft) und wirkte in über 30 Filmen mit. Wegen seines Hüftschwungs wurde er auch Elvis The Pelvis genannt. Allerdings riefen diese Hüftbewegungen in den prüden USA auch Proteste hervor, so daß sich z.B. Ed Sullivan, in dessen beliebter Fernsehshow Presley mehrmals auftrat, er beim Singen maximal in Halbtotalen gezeigt wurde. Ab 1958 leistete der allseits umschwärmte Presley seinen Militärdienst bei der US-Army in Deutschland ab, wobei er nicht in der Kaserne wohnte, sondern im hessischen Bad Nauheim zunächst die Villa Grunewald bewohnte und in den letzten zwölf Monaten dort ein Privathaus in der Goethestraße 14 gemietet hatte. In Bad Nauheim lernte er 1959 auch die erst 14jährige Soldatentochter Priscilla Beaulieu (*1945), die er 1967 heiratete, kennen; sie war ihm von einem Freund vorgestellt worden, der Priscilla, die gerade erst mit ihrer Familie aus den USA nach Deutschland gekommen war, helfen wollte, über den frischen Trennungsschmerz hinwegzukommen. Presley war u.a. öfters in der Disco Walhalla in Wiesbaden und im Eagle Club, der sich im “Weißen Haus” in der Wiesbadener Paulinenstraße befand, das 1955 von der US-Air Force übernommen worden war. Die Villa, wegen ihrer bewußten Ähnlichkeit mit dem Weißen Haus in Washington im Volksmund “Weißes Haus”
genannt, war von dem Sektfabrikanten Friedrich Wilhelm Söhnlein und seiner US-amerikanischen Ehefrau Emma, der Tochter des Bierbrauers Frederick Pabst aus Milwaukee, erbaut worden.
Lieder u.a.: Heartbreak Hotel, Love Me Tender, Don't Be Cruel, I'll Never Let You Go (alle 1956), Jailhouse Rock (1957), It's Now or Never (1960), Can't Help Falling In Love (1961), Surrender (1961), Return to Sender (1962), Wooden Heart (1964), Love Letters (1966), In the Ghetto (1969), His Hand in Mine (1969).
Memphis (Tennessee), Graceland
Berlin, Dahlem-Dorf, St. Annenfriedhof

Rex Gildo eigentl. Ludwig Franz Hirtreiter
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Deutscher Schlagersänger; fünftes und jüngstes Kind eines Münchner Kaufmanns; entgegen seiner Angabe war er weder Mitglieder der Regensburger Domspatzen, noch ist er nach einem kurzen Besuch einer Handelsschule an der Otto-Falckenberg-Schule in München eine Ausbildung in Schauspiel, Gesang und Tanz durchlaufen, arbeitete vielmehr als Statist und erhielt 1956 an den Münchner Kammerspielen eine kleine Rolle. Von Ada Tschechowa unter Vertrag genommen erhielt er im Herbst 1957 in dem Film Immer wenn der Tag beginnt unter Regisseur Wolfgang Liebeneiner eine kleine Rolle an der Seite von Ruth Leuwerik (*1924), Hans Söhnker und Christian Wolff (*1938). Bereits im Folgejahr war er neben Conny Froboess (*1943) in einer Hauptrolle in dem Musikfilm Hula-Hopp, Conny zu sehen. Nachdem die Plattenfirma Electrola 1959 mit ihm einen Plattenvertrag geschlossen hatte, nahm er seinen künftigen Künstlernamen Rex Gildo an und konnte bereits ein Jahr später einen Erfolg mit seinem Schlager Sieben Wochen nach Bombay erzielen. Bis Ende der 1970er Jahre war er fast in allen Musik- und Fernsehunterhaltungssendungen präsent und wirkte in zahlreichen Musikfilmen mit, so z.B. mit Vivi Bach (*1939) und Gitte Haenning (*1946), wobei das Duo Gitte & Rex in den 1960er Jahren als das “Traumpaar” schlechthin galt. Sein aus dem Schlager Fiesta Mexicana stammendes “Hossa, Hossa“ wurde zu seinem Markenzeichen. Rex Gildo verkaufte in 40 Jahren über 25 Millionen Tonträger und wirkte in über 30 Spielfilmen mit. Eine auch für das Ausland angestrebte Karriere kam nicht zustanden; nach einer enttäuschenden Aufnahme in Madrid kehrte Gildo frustriert nach Deutschland zurück. Trotz der Neuen Deutschen Welle konnte sich Rex Gildo noch bis zum Ende der 1970er Jahre - auch dank seiner unzähligen treuen Fans - halten, dann ging es trotz der ZDF-Fernsehshow Gestatten: Rex Gildo mit seiner Karriere bergab, so daß er gezwungen war, in Bierzelten, bei Firmenjubileen etc. aufzutreten. Im Jahr 1993 nahm sich noch einmal der Mitteldeutsche Sender seiner an und zeichnete die Show Fiesta Rexicana auf, der Gastauftritte in Musiksendungen und Serien folgten. Sein letzter, katastrophaler Auftritt fand anläßlich der Eröffnung eines Möbelzentrum im vor den Toren Frankfurt liegenden Bad Vilbel statt; der schlechte Eindruck, den Gildo hinterließ, wurde damit entschuldigt, daß er sich einen seine Gesundheit beeinträchtigenden Virus zugezogen habe. Auf der Rückfahrt nach München kam er zwischen ihm und Dave Klingenberg, seinem 38 Jahre jüngeren Privatsekretär und Chauffeur - Gildo besaß keinen Führerschein -, zu Auseinandersetzungen, die so eskalierten, daß Gildo einen verwirrten und pysisch total erschöpften Eindruck machte, so daß Klingenberg nach der Ankunft in der Münchner Wohnung den Notarzt herbeirief. Als Gildo - der sich stets geweigert hatte, sich ärztlich untersuchen zu lassen - beim Eintreffen des Notarztes wohl in Panik aus dem Toilettenfenster seiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung sprang. An den schweren inneren Verletzungen, die er sich hierbei zuzog, starb er drei Tage später. Beigesetzt wurde er an der Seite seines langjährigen Lebensgefährten Fred Miekley (†1988). Verheiratet war Rex Gildo, dem eine homosexuelle Neigung nachgesagt wurde, seit 1974 mit seiner Cousine Marion, lebte aber nicht mit ihr zusammen.
Schlager u.a.: Speedy Gonzales (1962), Vom Stadtpark die Laternen (1963), Gitte Fiesta Mexicana (1972), Marie der letzte Tanz (1974).
Filme u.a.: Wenn die Conny mit dem Peter (1958), Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn (1961), Tanze mit mir in den Morgen (1962), Was ist denn bloß mit Willi los? (1970), Die Blume von Hawaii (1971).
München, Ostfriedhof

Deutscher Komponist; unehelicher Sohn eines Maschinenbauingenieurs; wuchs bei seinen Großeltern aus, da ihn seine Mutter, eine Modistin, verließ, als er erst vier Jahren alt war; studierte am Leipziger Konservatorium, wurde 1931 Organist an St. Jacobi in Lübeck, unterrichtete später an der Schule für Kirchenmusik in Spandau und wurde Professor für Kirchenmusik in Stuttgart. Seine Werke wurden von den Nationalsozialisten als “degeneriert” und “entartet” eingestuft. Distler nahm sich das Leben.


Deutscher Dirigent; Sohn eines Fabrikanten; studierte er am Konservatorium in Köln; war von 1922 bis 1935 Generalmusikdirektor der Münchner Staatsoper. 1935 wurde er mit Dirigierverbot durch die Nationalsozialisten belegt, übernahm 1936 die kommissarische Leitung der Wiener Staatsoper, arbeitete aber nach dem “Anschluß” Österreichs an das Deutsche Reich auch wieder in Deutschland. Während des Zweiten Weltkrieges unternahm er auch einige Tourneen in die von der Wehrmacht besetzten oder mit Deutschland befreundeten Länder, hauptsächlich mit den Berliner Philharmonikern. Nach 1945 war er als Gastdirigent (u.a. in München und Bayreuth) tätig.
München, Bogenhausener Friedhof


Deutscher Komponist; war Schüler von Hugo Riemann am Konservatorium Sondershausen, lebte nach einem psychischen Zusammenbruch von 1898 bis 1901 im Elternhaus in Weiden und schuf dort eine Fülle großer Werke der ersten Schaffensphase. 1901 zog er nach München, wurde 1907 Universitätsmusikdirektor und Kompositionslehrer in Leipzig. 1911 übernahm er die Leitung der von Georg II., Herzog von Sachsen-Meiningen (“Theaterherzog”), geförderten Meininger Hofkapelle (1913 auch Generaldirektor). Bereits damals galt Reger als einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit. Von Krankheit und ein durch zahlreiche Konzertreisen kräftezehrendes Arbeitspensum gezeichnet, zog er 1914 nach Jena. Reger schuf Kompositionen aus fast allen musikalischen Gattungsbereichen (außer Bühnenwerken).
München, Waldfriedhof
Serge Gainsbourg eigentl. Lucien Ginsburg
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Porträt aus Copyrightgründen leider nicht verfügbar |
Französischer Sänger, Komponist, Filmschauspieler- und Regisseur; der Sohn jüdischer Emigranten aus Rußland kam mit seinen Eltern 1919 über Konstantinopel und Marseille nach Paris. Er beschäftigte sich zunächst mit der Malerei, die er bei bei André Lhote und Fernand Léger gelernt hatte, und war mit Salvador Dalí befreundet. Erst auf Anregung von Boris Vian kam er 1958 zum Chanson und schrieb Musik für mehr als 40 Kinofilme. U.a. schrieb er Lieder für Juliette Gréco, Françoise Hardy, Brigitte Bardot und France Gall, die 1965 mit einer Interpretation seiner Komposition Poupée de cire, poupée de son den Eurovision Song Contest gewann. Berühmt wurde auch das Duett mit seiner damalige Frau Jane Birkin: Je t'aime... moi non plus (1969).
Lieder u.a.: Le poinçonneur des lilas (1958), Poupée de cire, poupée de son (1965, mit France Gall), Harley Davidson (1968, mit Brigitte Bardot), Je t'aime...Moi non plus (1969, mit Jane Birkin), Dieu fumeur de havanes (1980, mit Catherine Deneuve), Love on the beat (1984), Lemon Incest (1984, mit seiner Tochter Charlotte Gainsbourg).
Paris, Cimetière du Montparnasse
Stahnsdorf, Südwest-Friedhof






Deutscher Komponist; Sohn des Textilfabrikanten Ferdinand Bohnke, nahm 1901 ein Studium am Leipziger Konservatorium auf, trat 1908 in Friedrich Gernsheims Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste ein und war anschließend kurz als Lehrer am Sternschen Konservatorium Berlin tätig. 1919 wurde er Bratschist im Bandler- und später im Buschquartett; im selben Jahr heiratete er die Geigerin Lilli von Mendelssohn. 1920 gelang ihm der entscheidende Durchbruch als Musiker. 1926 wurde Bohnke Chef des Berliner Sinfonie-Orchesters. Er und seine Frau kamen bei einem Autounfall bei Pasewalk ums Leben.
Hinweis: Elvis Presley war zunächst neben seiner Mutter auf dem Forest Hill Cemetery in Memphis beigesetzt worden, bevor seine sterblichen Überreste Anfang Oktober 1977 im Meditationsgarten auf dem Anwesen Graceland zur letzten Ruhe gebettet wurden.

Omnibus salutem!