Adolf Jandorf

 

Deutscher Unternehmer; Kommerzienrat; zweites von sieben Kindern eines Bauern, Metzgers und Viehhändlers; machte nach dem Abschluß der Volksschule eine Lehre in einem kleinen Manufakturgeschäft in Bad Mergentheim. auf der Suche nach seinem in die Vereinigen Staaten ausgewandertem Bruder lernte er in New York die modernsten Warenhäuser seiner Zeit kennen, so u.a. Macy’s und Bloomingdales. Nach seiner rückkehr nach Wuropa eröffnete er 1892 in Berlin nach amerikanischem Vorbild ein großes Warenhaus, und wurde damit zum Wegbereiter der modernen Warenhausidee. 1907 gründete er mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das seinerzeit größte Warenhaus in Europa.

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Kaufhaus des Westens (KaDeWe, 1907)

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Bilder: Hanns-Eckard Sternberg (2005)

Berlin-Weißensee, Jüdischer Friedhof

Rudolf Mosse

   

Deutscher Verlagsbuchhändler; Sohn eines Arztes; begründete nach einer Buchhandelslehre und der Mitarbeit bei verschiedenen Verlagen 1867 in Berlin die “Annoncen-Expedition Rudolf Mosse” und eröffnete zahlreiche Filialen im Deutschen Reich, in Österreich-Ungarn sowie der Schweiz und einen Zeitungsverlag, in dem u.a. seit 1872 das Berliner Tageblatt, ab 1889 die Berliner Morgen-Zeitung sowie ab 1904 die Berliner Volks-Zeitung erschienen; er war außerdem Herausgeber von Wirtschaftsadressbüchern, so das Bäder-Almanach. Mitteilungen der Bäder, Luftkurorte und Heilanstalten (seit 1882). Mosse starb bei einem Unfall. Kurz nach der “Machtergreifung” durch die Nationalsozialisten wurde das von Mosses gegründete Unternehmen “gleichgeschaltet”.

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Bilder: Hanns-Eckard Sternberg (2005)

Alfred Hüthig

 

Deutscher Verleger; gründete im Alter von 25 Jahren in Heidelberg einen Verlag, der sich besonders durch das Verlegen wissenschaftlicher Werke hervortat. In den 1950er Jahren baute er konsequent die wichtigen Bereiche der Elektrotechnik und der Elektronik aus. Das Flaggschiff in diesen Segmenten bildet die Zeitschrift Elektrowelt. Seit 1999 gehört die Hüthig GmbH zum Unternehmensverbund der Süddeutscher Verlag Mediengruppe in München.

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Bild: Claus Harmsen (stones & art)

Heidelberg-Handschuhsheim

Bild: Claus Harmsen (2005, stones & art)

Wilhelm Schimmel

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Deutscher Unternehmer; der Sohn eines Kantors ging mit 16 Jahren zunächst bei einem Tischler in die Lehre. Mit 22 Jahren gab er seine Stellung als Tischler auf und begann eine Lehre als Klavierbauer in der Pianofortefabrik Stichel in Leipzig. Am 2.5.1885 gründete er in einem Vorort von Leipzig sein Unternehmen, das später zunächst nach Stötteritz und schließlich nach Braunschweig verlegt wurde. Seine Pianos wurden rasch wegen ihrer Qualität bekannt, so daß das Unternehmen das Prädikat eines “Hoflieferant” erhielt. 1927 übernahm Sohn Wilhelm Arno die Geschäftsleitung. Er verlegte den neuen Firmensitz nach Braunschweig.

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Braunschweig, Hauptfriedhof

Johann Georg Halske

   

Deutscher Unternehmer und Elektrotechniker; gründete 1844 mit Boetticher die Fabrik für chemischen Maschinenbau zum Bau chemischer Apparate und 1847, nachdem Werner von Siemens ihm seinen Telegraphen vorgestellt hatte, mit diesem zusammen die Telegraphenbauanstalt von Siemens & Halske, Berlin. 1867 trat Halske aus der Firma aus, als es mit den Siemens-Brüdern zu Meinungsverschiedenheiten gekommen war - blieb aber Werner von Siemens eng freundschaftlich verbunden - und erwarb sich als Stadtrat Verdienste um den Ausbau des Berliner Kunstgewerbemuseums.

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Bilder: Hanns-Eckard Sternberg (2005)

Berlin, Dreifaltigkeitsfriedhof

Berlin-Weißensee, Jüdischer Friedhof

Hellmuth Hirth

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Deutscher Flugpionier und -konstukteur und Unternehmer; Sohn des Ingenieurs und Erfinders Albert Hirth, älterer Bruder von Wolf Hirth; da sich schon früh ein besonderes Interesse für mechanische und technische Dinge herausstellte, machte er zunächst eine Ausbildung zum Mechaniker und bildete sich dann in den Vereinigten Staaten weiter, wo er u.a. in der von Isaac Singer gegründeten Nähmaschinenfabrik, bei Edison und als Monteur in einem New Yorker Autoreparaturbetrieb arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland besuchte er 1906 die Baugewerkeschule in Stuttgart. 1908 ging er nach England, um in Leicester die Leitung einer Filiale der Fortunawerke seines Vaters zu übernehmen. 1911 brachte ihm Karl Illner bei dem Flugzeugkontrukteur Igo Etrich in Wien das Fliegen bei, für das er sich bereits seit 1908 interessierte, als er bei August Euler in Darmstadt war. Als Chefpilot und Oberingenieur bei Edmund Rumpler gewann er vor dem Ersten Weltkrieg alle großen Wettbewerbe und machte die von Rumpler in Lizenz gebaute Etrich-Rumpler-Taube allgemein bekannt. 1912 wurde er technischer Leiter bei den AlbatrosDeutschlandflug 1911, Hirth (m) mit Rumpler (r)-Werken; im Krieg war er an der Erprobung von sog. Riesenflugzeugen beteiligt. In 1920 gründete er gemeinsam mit Herrmann Mahle eine kleine Firma in Cannstatt, die Versuchsbau Hellmuth Hirth, in der Zweitakt-Motoren und Motorteile entwickelt und hergestellt wurden (aus diesem kleinen Unternehmen ging später die Mahle GmbH hervor, die heute zu den 30 größten Herstellern von Automobilteilen weltweit gehört). 1931 gründete er die Hirth Motoren GmbH, die Motoren u.a. für Sportflugzeuge herstellte. Ab 1936 wurden im Hirth-Motoren-Werk für Heinkel die ersten von Hans Joachim Pabst von Ohain konstruierten Strahltriebwerke der Welt gebaut.

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Bilder: Thomas Haas (05/2012)

Stuttgart-Degerloch, Waldfriedhof

Unternehmer / Manager XX

Omnibus salutem!